Author: David McCuddy

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Petition an die europäische Union und das Bundesinnenministerium für ein Europa der Humanität

Über 40.000 durch Flucht und Krieg traumatisierte Menschen befinden sich momentan in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln, 20.000 allein im Camp Moria auf Lesbos, obwohl dort nur Platz für 3.000 Menschen ist. Während es uns in Deutschland gelingt, soziale Kontakte zu minimieren und Hygienevorschriften einzuhalten, um die exponentielle Verbreitung des Virus erfolgreich zu verlangsamen, haben die Menschen in den Camps weder vollständigen Zugang zu fließendem Wasser, noch die Möglichkeit, sich vor einer Infektion zu schützen oder auf medizinische Infrastruktur. Es droht, dass diese Menschen angesteckt werden, dass sie keine medizinische Versorgung haben und ihrem Schicksal überlassen werden. Bricht die Epidemie in einem solchen Lager aus, wird es fast unmöglich sein, Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Wenn Entscheidungsträger*innen nicht schnell handeln, wird sich das Virus ungehindert ausbreiten und Menschen werden sterben. Die Europäische Union hat die Möglichkeiten, die Katastrophe zu verhindern.

Angesichts der großen Herausforderung, die wir zu bewältigen haben, braucht es viele Zeichen der Solidarität. Kleinstaaterei oder Egoismus werden uns nicht den Weg weisen. Das gemeinsame Europa ist nach 1945 entstanden als eine Solidargemeinschaft, die Lehren aus dem furchtbaren Krieg gezogen hat. Das Menschenrecht auf Asyl wurde in internationalen und nationalen Verfassungen verankert.

An dieses Europa appellieren wir heute!

Die gegenwärtige Corona-Krise lässt das Leid von Schutzsuchenden und die humanitäre Katastrophe in den überfüllten Flüchtlingslagern in den Hintergrund treten. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, zusammen zu halten und ein klares Zeichen für die Einhaltung der Menschenrechte zu setzen.

Das Virus unterscheidet nicht nach Hautfarbe, Religion oder Geschlecht.

Wir rufen daher die europäische Kommission auf, finanzielle Solidarität mit den Mittelmeer-Anreinerstaaten zu zeigen und wir fordern eine sofortige Aufnahme und Verteilung der Geflüchteten in den aufnahmebereiten Staaten Europas. In Deutschland haben sich zahlreiche Städte zu Sicheren Häfen erklärt. Sie stehen bereit, ihren Beitrag zu leisten.

Deswegen fordern wir jetzt von EU-Kommission und den EU-Regierungen:

  • Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager und Unterbringung an Orten, an denen sie vor dem Virus geschützt sind. Wir in Europa haben Platz für Menschlichkeit!
  • Notwendige medizinische, Quarantäne- und Schutzmaßnahmen vor Corona sollten überall umgesetzt werden um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch in Flüchtlingslagern! Daher: sofortige Versorgung der Menschen mit notwendigen Schutzvorrichtungen wie Masken.
  • humanitäre und finanzielle Unterstützung der besonders betroffenen Gebiete, insbesondere Griechenland, durch eine europäische Kraftanstrengung. Corona hat gezeigt, dass grenzüberschreitende Solidarität möglich ist und viel Geld bewegt werden kann.
  • Zugang zu Asylverfahren und Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit, besonders in Krisenzeiten.

Um das zu erreichen, rufen wir euch auf, bis zum 20.06.2020 euer Foto mit den Hashtags #LeaveNoOneBehind, #handinhand, sowie den oben stehenden Forderungen an die EU-Kommission, Frau Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen https://ec.europa.eu/commission/commissioners/2019-2024/president_de

und Herrn Bundesinnenminister Horst Seehofer

https://www.bmi.bund.de/DE/startseite/startseite-node.html

zu schicken. Danke für eure Mithilfe!

Quelle: Rettungskette 2019

Experten-Interviews zu der Frage der Auswirkung der Quarantäne Zeit auf Andere

„Es gehört zum Selbstverständnis des Evang. Bildungszentrums Hospitalhof, den Blick über den eigenen Horizont hinaus zu heben, das Gespräch zu suchen, von Anderen wissen zu wollen und den Sorgen, Nöten und Hoffnungen von Menschen Raum zu geben, sie mit Informationen zu stützen, damit sie ihre Fragen und Einschätzungen klären und in Debatten einbringen können.“

So hat der Hospitalhof Interviews mit mehreren Expert*innen geführt. Asylpfarrer Joachim Schlecht ist einer davon. Hören Sie sich das Interview von Herr Schlecht und anderen Experten*innen auf der Homepage des Hospitalhofs an.

 

Aktuelle Predigt von Asylpfarrer J. Schlecht zum 19.04.2020

‚Freu dich, dass dieses Coronavirus gerade die Welt stillstehen lässt,‘ sagte ich vorgestern, am Freitag, zu Airena.
Diese junge eritreische Frau war mit zwei neuen Bescheiden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu mir in mein Büro des Asylpfarramts in Stuttgart gekommen. Sie hatte die Papiere auf die Treppenstufen gelegt und war dann einige Schritte zurückgetreten. Ich hatte sie dann aufgenommen, kopiert, in meinem Büro studiert, während sie draußen in der warmen Sonne des Aprils wartete….

Die vollständige Predigt zu Jesaja 40,26-31 von Asylpfarrer Joachim Schlecht kann hier nachgelesen werden.

Brisanter ARD-Themenabend mit Spielfilm und Dokumentation von Daniel Harrich am 1. April 2020 zu illegalem Waffenhandel mit Mexiko

Die ARD sendet am 1. April ab 20:15 Uhr zum zweiten Mal einen Themenabend zum Waffenhandel mit Spielfilm und Dokumentation und am späteren Abend auch SWR-Fernsehen die Langfassung der Dokumentation. In allen Fällen ist Daniel Harrich von Diwafilm in München der Regisseur.

++ 20:15 Uhr: Spielfilm „Meister des Todes 2“ (90 Min.) in der ARD mit Veronica Ferres, Katharina Wackernagel und Heiner Lauterbach ++

++ 21:45 Uhr: Dokumentation „Tödliche Exporte 2 – Rüstungsmanager vor Gericht“ (30 Min.) in der ARD ++

++ 23:30 Uhr: Dokumentation „Tödliche Exporte 2 – Rüstungsmanager vor Gericht“ (60-minütige Langfassung) im SWR-Fernsehen ++

(Achtung: Bitte eine mögliche kurze Verzögerung einplanen und wg. einer (ev. 15-minüten) Sondersendung in Corona-Zeiten – also dranbleiben!)

Diakonie-Zitat: Europäische Verständigung bei der Flüchtlingslage in Griechenland mehr als dringend

Berlin, 2. März 2020 – Die EU-Grenzschutzorganisation FRONTEX erwartet, dass sich die Flüchtlingssituation an der türkisch-griechischen Grenze weiter stark zuspitzt. Nach der Ankündigung der Türkei, die Grenzen zur EU zu öffnen, könnte die Zahl der Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern drastisch steigen.

Derzeit wird von 13.000 Menschen auf der türkischen Seite zu Griechenland gesprochen, darunter viele Kinder.

Dazu sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: „Die derzeitige Gewalt durch die griechische Grenzpolizei und FRONTEX hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß gegenüber Flüchtlingen erreicht. Wir fordern Griechenland und die EU auf, den Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern gegenüber Menschen, die Schutz suchen, sofort zu beenden. Das Abhalten von Militärmanövern mit scharfer Munition in der Ägäis als Drohkulisse ist angesichts teilweise traumatisierter Personen unverantwortlich. Eine quasi-militärische Sicherung der EU-Außengrenzen gegenüber Flüchtlingen verträgt sich nicht mit unseren europäischen Werten.

13.000 Menschen sind kein Grund, einen Notstand auszurufen und Asylanträge auszusetzen. Wir brauchen dringend eine politische Lösung und europäische Verständigung in dieser in jeder Hinsicht gefährlichen Krise, aber keine weitere Gewalt. Die Bundesregierung muss helfen, eine europäische Verständigung vorzubereiten, um die Situation nachhaltig zu entschärfen.“

Die Diakonie Deutschland ist gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der SEEBRÜCKE Unterzeichnerin der „Erklärung von Lesbos“.

Gemeinsam mit vielen Verantwortlichen aus Kommunen, Kirchen und der Zivilgesellschaft spricht sich die Diakonie Deutschland für ein gemeinsames Einstehen für mehr Mitmenschlichkeit aus. Kommunen, Städte, Landkreise, Kommunen und diakonische Einrichtungen müssen Zufluchtsorte für alle Menschen bleiben, die Anspruch auf Hilfe und Schutz haben.

Erklärung von Lesbos: https://www.ekd.de/delegation-aus-kommunen-ekd-und-seebruecke-in-griechenland-53603.htm

Kundegebung am 03.03.2020

Die Situation spitzt sich zu. Berichten zufolge gab es nun in
Griechenland die ersten Tote. Die Situation eskaliert! Die EU Schottet
sich ab. Grenzen werden dicht gemacht, anstatt zu der Verantwortung zu
stehen, geflüchtete aufzunehmen, die aufgrund Krieg, Umweltkatastrophen
usw. fliehen müssen.

HEUTE: 03.03.2020 wird es dazu auf dem Schlossplatz um 18 Uhr eine Kundgebung
geben.

„Muss nur noch kurz die Welt retten…“

Wie wir uns selbst vor Burnout und Mitgefühlserschöpfung retten können

Am Anfang steht hohes Engagement. Dann kommen unterschiedliche Erfahrungen: Mühevolle Kleinarbeit, Enttäuschungen, das Gefühl von Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit. Wie können wir dennoch dran bleiben an dem, was uns wichtig ist? Das Seminar bietet Angebote zur Selbstfürsorge und Prävention von Burnout und (Mitgefühls-)Erschöpfung in der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit.

Termin: 29.01.2020, 17 bis 21 Uhr

Leitung: Katja Walterscheid, Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin

Ort: Welthaus Stuttgart, Globales Klassenzimmer, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart

Teilnahmebeitrag: 25 € regulärer Preis, 15 € für ehrenamtlich Engagierte und Geringverdienende, 35 € Solidaritätspreis

Anmeldung: akademie@just-human.de

Infos zu allen aktuellen Angeboten der just human Akademie: https://www.just-human.de/de/just-human-akademie/

Veranstaltung des Friedenstreffs Stuttgart-Nord

Im Film „Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“ wird das Trauma der Vergewaltigung im Krieg thematisiert,
die Entführung durch Rebellen und die Probleme der Kinder von Kriegen z.B. in Afrika und Bosnien.
Es trifft vor allem die Schicksale von Kindern, die von ihren Müttern geliebt, aber oft von der eigenen Gesellschaft geächtet werden.
Im Anschluss an den Film wird Frau Romina Tumini vom Stuttgarter „Verein für internationale Jugendarbeit“ (vij) zu Wort kommen. Sie ist Psychologin und Therapeutin und hat viel Erfahrung mit Traumatisierung. Darüber wird Sie sprechen und auch über das Schicksal jesidischer Frauen.
Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion besteht ebenfalls.
Interessierte sind herzlich eingeladen.
Eintritt frei. Spenden willkommen.

Donnerstag, 27. Februar 2020, 19.30 Uhr
Freies Musikzentrum/Bürgerhaus, Stuttgarter Straße 15, 1. Stock.